Ich muss es zugeben: Ich hasse Menschen. Zumindest manchmal. Manchmal liebe ich Menschen auch. Manchmal ist manchmal auch immer. Wie komme ich zu diesem Schluss? Verschwörungstheorien sind ein Teil meiner, sind sie doch schwarz-weiß, strukturierend und zeichnen ein klares Feindbild. Man fokusiert seine Frustration über die Welt, die einen täglich in ihren fiesen Facetten entgegenschlägt, auf eine kleine elitäre Gruppe, die uns (wer ist an dieser Stelle eigentlich uns?) unterjochen will, weil sie nach ewigem Leben strebt, während eineSklavenklasse für ihre Träume schuftet. Klingt nach dem Film Die Zeitmaschine? Alex Jones, dessen Film endgame wir als höchst interessant ansehen, zeichnet dieses Bild. Manchmal überrollt mich der Wunsch mitmachen zu dürfen bei diesem elitären Clübchen, schließlich wüsste man dann, was wirklich diese Welt regiert!
Nungut, ich werde euch darüber informieren, sollte mir jemals angeboten werden gekauft zu werden um im Namen dieser Vereinigung zu agieren.
Doch richtet sich mein partieller Hass nicht gegen diese Gruppe elitärer Psychopathen, sondern gegen die, die es täglich nachäffen und somit selber sind. Ohne derartige Macht und Geld verhalten sie sich asozial und adaptieren Verhaltensmuster, die Nächstenliebe sterben lassen. Selbstverständlich hat jeder mal einen schlechten Tag, jeder ist mal zickig, aber wer hat Menschen das eigenständige Denken, die Möglichkeit der Empathie so flächendeckend aberzogen?
Oft tendieren wir dazu eben jene elitären Gruppen der massenhaften Gehirnwäsche zu bezichtigen, doch sind wir es, die uns dumm halten, da wir oft nicht denken, weil wir es nicht wollen. Was bewegt meinen Gegenüber so zu handeln wie er handelt? Bestimmen nicht auch Angst und Liebe sein Handeln, so wie diese beiden Extreme mich beherrschen? Warum unterstellen wir Menschen lieber Arroganz und gefühlte Überlegenheit, wenn sie doch nur unsicher und ängstlich sind?
Manchmal hasse ich Menschen, weil sie ihrem Gegenüber böse Dingen unterstellen wollen, um sich selbst besser zu fühlen, oder weil sie sich nicht vorstellen können, dass alle Menschen unsicher sind. Menschen sind aber unsicher, haben Angst und lassen sich von diesen Dämonen beherrschen. Auch tun dies die Psychopathen, die unsere Welt beherrschen wollen. Geklappt hat das noch nie, die Sache mit der Weltherrschaft, denn auch der größte Psychopath ist unsicher und hat Angst - und wird Fehler machen.